Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass Wärmepumpen ausschließlich in top-isolierten Neubauten mit Fußbodenheizung funktionieren. Die Realität sieht glücklicherweise anders aus. Auch in Bestandsgebäuden kann der Umstieg auf erneuerbare Energien hervorragend klappen – wenn man die physikalischen Rahmenbedingungen beachtet.

Die Vorlauftemperatur entscheidet
Entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpe ist nicht das Baujahr des Hauses, sondern die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn das Heizwasser nicht extrem stark erhitzt werden muss (idealerweise unter 50 bis 55 Grad Celsius).
Viele bestehende Heizsysteme in Altbauten sind glücklicherweise überdimensioniert. Das bedeutet: Die Heizkörper sind oft groß genug, um die Räume auch mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur angenehm warm zu bekommen.
Der einfache Praxis-Test für Ihr Zuhause
Ob Ihr Haus bereit für eine Wärmepumpe ist, können Sie an einem kalten Wintertag ganz einfach selbst testen:
- Begrenzen Sie die Vorlauftemperatur Ihres aktuellen Heizkessels an einem kalten Tag (um die null Grad) auf maximal 50 bis 55 Grad Celsius.
- Drehen Sie alle Thermostate in den Wohnräumen auf Stufe 3 oder 4 auf.
- Warten Sie ein bis zwei Tage ab. Werden alle Räume immer noch behaglich warm? Dann ist Ihr Haus in der Regel bereits wärmepumpentauglich!
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Sollte ein einzelner Raum nicht warm genug werden, bedeutet das nicht, dass Sie das gesamte Haus aufwendig dämmen müssen. Oft reicht es schon aus, einzelne alte Heizkörper gegen moderne, größere Modelle (sogenannte Typ-33-Heizkörper) auszutauschen. Diese haben eine viel größere Oberfläche und können die Wärme der Wärmepumpe optimal an den Raum abgeben.
Staatliche Förderung macht den Umstieg lukrativ
Die Investition in eine Wärmepumpe wird vom Staat über die KfW massiv unterstützt. Aktuell sind bis zu 70 % Förderung auf die förderfähigen Kosten möglich. Wir prüfen die Gegebenheiten in Ihrem Gebäude in Weil am Rhein und Umgebung präzise, berechnen die Heizlast und begleiten Sie von der technischen Projektbeschreibung bis zur Auszahlung der Fördermittel.